prio.conference - Track 4
09:00 – 10:00 Uhr
Bounded Contexts - Inhaltliche Verteilunggrenzen erkennen, nutzen, überbrücken
Stefan Lieser
Der Versuch, alle relevanten Konzepte einer Anwendung nur in einem einzigen Kontext zu betrachten, vergibt eine Chance: die Chance eines zusätzlichen Abstraktionsniveaus. Aus Sicht eines Onlineshops ist der Begriff Kunde mit einer anderen Vorstellung verbunden, als im Kontext der Buchhaltung. Warum also nicht die Kontexte auch in der Software-entwicklung klar trennen? Das hat zur Folge, dass jeder Bounded Context als eigenständiges Programm mit jeweils eigener Datenhaltung implementiert wird. Informationen, die in mehreren Bounded Contexts benötigt werden, müssen dann über Kontextgrenzen hinweg transportiert werden. Der Vortrag zeigt die Vorteile von Bounded Contexts auf, erläutert den Nutzen bei der Verteilung, zeigt die Herausforderungen und erklärt anhand von Beispielen, wie der Transport von Informationen ganz konkret bewerkstelligt werden kann.
10:05 – 11:05 Uhr
Eine Einführung in Rhino.ServiceBus
Björn Rochel
Rhino.ServiceBus ist das neuste Open Source ServiceBus Framework im .NET Umfeld. Obwohl erst ca. ein Jahr alt, ist es bereits seit einiger Zeit als Backend für den NHibernate Profiler produktiv. Deutlich kleiner geraten als beispielsweise NServiceBus oder MassTransit verfügt Rhino.ServiceBus zudem über ein XCOPY deploybares Queue System, was es auch für den Einsatz außerhalb des BackEnd-Bereichs interessant macht. Ziel dieses Vortrags ist es Ihnen einen Überblick über die Architektur von Rhino.ServiceBus zu geben und anhand einer Beispielanwendung den Einsatz von Rhino.ServiceBus im Client/Server Umfeld zu demonstrieren.
11:35 – 12:35 Uhr
Unternehmensanwendungsintegration: Patterns and Practices
Alexander Galkin
Unternehmensanwendungsintegration (UAI bzw. EAI, Enterprise Application Integration) ist neben SOA ein weiterer Ansatz zur unternehmensweiten Prozess- und Datenintegration. Wie bei SOA liegt im Herzen der UAI eine robuste Messaging Plattform, die die Kommunikation zwischen heterogenen, autonomen Anwendungssystemen des Unternehmensnetzwerkes und einheitlichen Datenaustausch mit externen Datenquellen (B2B) gewährleistet. Häufig als Vorgänger oder eine schlankere Alternative zu SOA angesehen, bleibt die UAI dem klassischen Service-Paradigma der SOA fern und ermöglicht dadurch eine lose Kopplung von Geschäftsprozesslogik und Geschäftsfunktionen, ohne dass man die Anwendungen in Form von Services auf Unternehmensebene abbilden muss, was alleine durch die strikte Trennung von Logik und Funktion zustande kommt. Aufgrund der prozessorientierten Integration stellt EAI nun nicht nur eine technische Integrationsplattform dar, sondern – so zumindest der konzeptionelle Anspruch – auch eine Integrationskomponente zwischen der Organisationsarchitektur mit den Strukturen und Geschäftsprozessen und der IT-Architektur eines Unternehmens. In dem Vortrag werden die grundlegenden Patterns der Anwendungsintegration und deren praktischer Einsatz in Unternehmen mit verschieneden IT-Landschaften und Geschäftsmodellen präsentiert.
13:50 – 14:50 Uhr
That NoSQL Thing
Ayende Rahien
As we scale our system, we run into inherent limitations of the RDBMS platform. At some point, it is simply not feasible to scale an RDBMS system and at a much earlier point, it isn't economic to do so. In this talk, we will discuss the move away from relational databases and explore several NoSQL data stores, including Key/Value stores, Document Databases, Graph Databases and Column Family Databases. We will focus specifically on the performance and scalability enhancements that can be derived from using a NoSQL database, and the difference in the architecture that are required to fully utilize a NoSQL database.
15:20 - 16:20 Uhr
(ServiceBus) Patterns für immer reaktionsfähige Clients
Björn Rochel
ServiceBus Frameworks wie NServiceBus und MassTransit gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Die Konzepte, Muster und Idiome, die aktuelle .NET ServiceBus Frameworks robust und skalierbar machen, können aber auch in einem ganz anderem Kontext Gewinn bringend eingesetzt werden: In typischen WPF oder Windows Forms Desktop Anwendungen. Lernen sie in diesem Vortrag, wie die verschiedenen Konzepte wie One Way Messaging, Publish & Subscribe, ContextBoundObjects und Dependency Injection miteinander kombiniert werden können, um threadsichere, hoch reaktionsfähige Client Anwendungen zu implementieren.
16:25 – 17:25 Uhr
Event-Based Components als Vorbereitung für die Verteilung
Ralf Westphal
Softwarebausteine zusammenstecken wie Legobausteine - ist das möglich? Ja, das ist möglich und gar nicht schwer. Wer ein paar Konventionen folgt und sein Denken ein kleinwenig umstellt, kann das ohne großen Aufwand erreichen. Früher war methodenbasierter Aufruf von abhängiger Funktionalität; heute ist ereignisbasierte Kommunikation zwischen unabhängigen Funktionseinheiten. Der Gewinn solchen Umdenkens ist vielfältig: Nicht nur lässt sich Software dann wahrhaft zusammenstecken, sondern sie eröffnet ganz einfach Wege für den Einsatz von Standardbausteinen. Ereignisbasierte Komponenten (Event-Based Components, EBC) sind darüber hinaus einfacher zu verstehen, weil sie sich selbst beschreiben. Und die lokale synchrone Ereignisorientierung ebnet den Weg zu asynchronen und sogar verteilten Architekturen. Ralf Westphal führt in das ereignisorientierte Denken ein und zeigt, wie Sie mit EBC Architekturen viel einfacher beschreiben können als mit "traditionellen" Komponenten.























